Avocados und Cholesterinwerte

Einfach ungesättigte Fettsäuren senken das LDL-Cholesterin und heben das HDL-Cholesterin. Beides Eigenschaften, die allgemein für das Herz-Kreislauf-System als positiv bewertet werden. Und schon allein deshalb sah man bislang Avocados als nützliches Nahrungsmittel an.

Was Forscher der Universität Pensylvania nun herausgefunden haben wollen, ist, dass Avocados vor allem dafür sorgen, dass das LDL-Cholesterin in geringerem Ausmaß im Körper oxidiert wird. Und das sorgt dafür, dass das LDL-Cholesterin nicht in schädlicheren kleineren und sehr energiedichten Päckchen im Körper gebildet wird, die ihrerseits für die Bildung von Plaquen und in weiterer Folge der Entstehung von Arteriosklerose verantwortlich gemacht werden.

Ab und zu ein Griff zur Avocado kann Ihrem Wohlbefinden dienen.
(Bild von endri yana yana auf Pixabay)

Nur damit man nicht in allzu große Euphorie verfällt: Bevor man jetzt glaubt, man tut allen etwas Gutes, wenn man im Übermaß Avocados importiert. Avocados gelten häufig als böses Nahrungsmittel, da der Anbau erhebliche Bewässerungsmengen benötigt. Wasser, das man oft aus Regionen abpumpt, welches dann der dort ansässigen Bevölkerung für die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens fehlt.

Vielleicht gibt es ja in Europa Nahrungsmittel, die man nicht von weit weg herholen muss, und die einen ähnlichen guten Einfluss auf die Cholesterinwerte haben. Der gute alte Apfel aus heimischen Gärten soll diesbezüglich ja auch sehr nützlich sein.