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Reife Männer – und hoher Testosteronspiegel

 

 

 

Zahlreiche Studien schienen es bisher bestätigt zu haben. Im Alter sinkt der Testosteronspiegel.

Doch so eindeutig, (hohes Alter – niedriger Testospiegel) ist die Sache wohl doch nicht.

Bodymassindex (BMI) und Fitness spielen eine sehr wesentliche Rolle.

Mehr noch: Glaubt man Forschern des texanischen American Cooper Institute, die im Jahr 2018 Daten von 3000 Männern im Alter zwischen 50 und 79 Jahren analysierten, gilt die Formel, wonach das Alter den Testosteronspiegel senkt, eigentlich überhaupt nicht.1)https://www.maturitas.org/article/S0378-5122(18)30424-9/fulltext

Die Forscher ließen ihre Probanden auf einem Laufband laufen, um ihr Herz-Kreislauf-Niveau festzustellen. Sie bestimmten auch deren Körpergewicht. Was sie fanden, war ein Zusammenhang zwischen dem Fitness-Niveau der Männer, ihrem BMI, und ihrem Testosteronstatus, nicht aber einen Zusammenhang zwischen dem Alter und den Testosteronwerten.

Auf dieser Seite wurde schon an anderer Stelle berichtet, dass andere Faktoren, den bisher angenommeneren  Durchschnitt niedrigerer Testosteronspiegel alter Männer völlig aushebeln können. Eine Wunderwaffe dazu dürfte ausreichender, normaler Schlaf sein. Eine Studie aus dem Jahr 20072)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17520786 ergab bei älteren Männern, die wenig schliefen, ein Testosterongehalt von 200-300 ng/dl. Jene  Männer jedoch, die am meisten schliefen, wiesen einen Status von 500-700 ng/dl auf. Ein Niveau, das man eigentlich von jungen Männern erwarten würde. In diesem Fall waren es aber Männer im Alter zwischen 64 und 74!

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Ausreichend Schlaf kann den Testosteronspiegel verdoppeln

Das zumindest legt eine Studie der Universität Chikago 1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17520786 aus 2007 nahe.

Dass wir im Allgemeinen zu wenig schlafen, hat sich ja bereits herumgesprochen. Vor allem die hormonellen Aspekte werden zunehmend Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung.

Zu wenig Schlaf kann dick machen.

Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass die Insulinsensitivität um 20 Prozent sinkt, wenn Männer in einer Nacht nur 4 Stunden schlafen. Bei Diabetikern ist dieser Effekt sogar noch ausgeprägter.2)http://care.diabetesjournals.org/content/33/7/1573Daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass Übergewicht und Schlafmangel häufig einhergehen. Da scheint es geradezu nur logisch zu sein, dass Typ-2-Diabetes mit einem geringerem Testosteronstatus assoziiert wird. 3)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21646372/

Schlaf & Testosteron 
Schon länger ist bekannt, dass auch der Testosteronstatus maßgeblich von ausreichendem Schlaf abhängig ist.

Um diesen Zusammenhang evidenzbasiert in Zahlen zu kleiden, haben Wissenschaftler der Universität Chicago die Menge an Testosteron gemessen, die 12 Männer zwischen 64 und 74 Jahren im Blut hatten und dies mit ihrem Schlafverhalten verglichen. Die Schlafdauer variierte von 4,5 bis 7,5 Stunden pro 24 Stunden. Je länger die Männer schliefen, desto mehr Testosteron zirkulierte im Blut.

Jene Männer, die am wenigsten schliefen, hatten einen Testosteronspiegel von 200-300 ng / dl, was den damals bekannten Durchschnittswerten für Männer in diesem Alter entsprach. Jedoch wiesen jene Männer, die am meisten schliefen, einen durchschnittlich doppelt (!) so hohen Testosteronspiegel (500-700 ng / dl) auf. Das ist eigentlich ein Niveau, das man von jungen Männern erwarten würde.

Im Ergebnis könnte dies auch den Schluss nahelegen, dass ältere Männer nicht einfach so einen Testosteronabfall in Kauf zu nehmen haben, sondern dass der Testosteronabfall im Alter auch damit im Zusammenhang stehen könnte, dass ältere Männer zunehmend immer weniger schlafen. Beachtlich in diesem Zusammenhang war auch, dass die Männer ihre Schlafdauer falsch (nämlich viel zu hoch) einschätzten.

Eine andere Studie der Universität Singapur aus dem Jahr 2010 ergab ähnliche Ergebnisse. Dort hatte man 531 Testpersonen zur Untersuchung zur Verfügung. Man befragte die Männer u.a. zu ihren Sexualgewohnheiten und zur Schlafdauer.4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19684340Und wieder: Die Schlafdauer war unabhängig von Alter, Ausdauertraining und Körperfett positiv mit Gesamttestosteron und bioverfügbarem Testosteron korreliert. Bei jenen Männern, die angegeben hatten, mehr zu schlafen, wurden deutlich höhere Testosteronwerte gemessen. Tatsächlich hatten die Männer, die 4 Stunden geschlafen hatten, etwa 60% weniger Testosteron in ihrem Serum als die Männer, die 8 Stunden geschlafen hatten.

Nächste Studie 2011. Diesmal mussten 10 gesunde junge Männer herhalten.5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4445839/ Und wieder: Wenn die Männer eine Woche lang nur 5 Stunden/Tag geschlafen hatten, war Ihr Testosteronspiegel um 10-15% geringer, was einer biologischen Alterung um 11 Lebensjahre entspricht.

Nicht zu unterschätzen auch die REM-Phasen, also jene Zeiten im Schlaf, von denen angenommen wird, dass wir hier träumen. Denn in diesen finden die nächtliche Erektionen bei Männern wie Frauen statt – jawohl, auch die Klitoris neigt zum größeren werden. Falls mal wer kommt und fragt.

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Quellenverzeichnis

Quellenverzeichnis
1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17520786
2 http://care.diabetesjournals.org/content/33/7/1573
3 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21646372/
4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19684340
5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4445839/

Mehr Schlaf, weniger Zucker

Das ausreichend Schlaf zu den effektivsten Methoden zählt, Übergewicht abzubauen, hat sich in den letzten Jahren bereits als allgemein anerkannte Tatsache etabliert.

Erklärt wird dies zumeist damit, dass unsere Körperrhythmen und unser Schlafverhalten die Hormonausschüttung maßgeblich beeinflussen.

Ob das Schlafverhalten aber auch eine Veränderung des Ernährungsverhaltens bewirkt, dazu gab es bislang nur wenige Studien.

WissenschaftlerInnen der University of California untersuchten daher, ob sich ein Zusammenhang zwischen der selbst eingeschätzten Schlafdauer und dem Konsum von gesüßten Getränken nachweisen lässt.

Dazu wurden die Daten von knapp 19.000Personen ausgewertet.

Im Ergebnis schliefen im Beobachtungszeitraum 13% der Personen 5 oder weniger Stunden pro Nacht. Und genau diese Gruppe hatte einen um 21% höheren Verbrauch an gesüßten Getränken (insbesondere koffeinhaltige zuckerhaltige Getränke), verglichen zur Gruppe der “Normalschläfer” (7-8%).

Die Forscher folgerten daraus, dass kurzer Schlaf mit einer größeren Aufnahme von gezuckerten koffeinhaltigen Limonaden korreliert ist. Natürlich muss man mit solchen Ergebnissen vorsichtig sein. Unklar ist ja auch, wo da eigentlich die Ursache und wo die Wirkung ist. Und zudem gibt es im Internet zahlreiche anekdotische Berichte, dass intermittierendes Fasten (täglicher Verzicht auf Nahrung und Kalorien zwischen 12 Stunden und aufwärts) zu einem bei manchen Menschen verringerten Schlafbedürfnis führen können.

Wie auch immer. Wer sich sinnlose mega-gesüßte Energydrinks finanziell und körperlich ersparen will, sollte vielleicht sein Schlafverhalten überdenken.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5380400/

 

Ein bisschen Schlaf muss sein! Quelle: © Schack Sammlung, München

Ist ausreichend Schlaf besser als jede Diätpille?

Die Auswirkungen von ausreichendem Schlaf auf eine gute Hormonproduktion werden immer besser erforscht.
Schlaf dürfte eine essentielle Rolle bei der Fettverbrennung spielen, und dabei vielleicht mehr leisten als teure Diätpillen.

Eine der bekanntesten Studien dazu wurde im Jahr 2010 veröffentlicht. In dieser Studie wurde festgestellt, dass eine Gruppe von Menschen bei einer moderaten Kalorienreduktion wesentlich mehr Fett verbrannten, wenn Sie ausreichend Schlaf hatten.
Vermutet wird, dass die Fettabnahme im Schlaf deswegen sogut funktioniert, weil in der nächtlichen Tiefschlafphase das Wachstumshormon besser ausgeschüttet wird.

2011 versuchte eine Arbeit der Uni Chicago anhand der Auswertung zahlreicher Studien den Zusammenhang zwischen der Verfettung der amerikanischen Gesellschaft und den abnehmenden Schlafgewohnheiten darzustellen. Demnach würden Amerikaner unter der Woche durchschnittlich 6h40 schlafen und an Wochenenden 7h25. Im Jahr 1960 hätte die durchschnittliche Schlafdauer noch 8,5 Stunden betragen. Insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen sei die Korrelation von kurzem Schlaf und Übergewicht klar belegbar.

 

Quellen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2951287/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3065172/

Besserer Schlaf mit Kiwis

Kiwis wurden immer schon positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben. Allgemein bekannt ist deren relativ hoher Vitamin C Gehalt.
Weniger bekannt sind  positive Auswirkungen auf die Schlafqualität.

Einer taiwanesischen Studie zur Folge verkürzen Kiwis die Einschlafzeit, verlängern die Schlafdauer und verbessern die Schlafqualität.

22 Frauen und 2 Männer mit Schlafproblemen namen an der Studie teil und aßen 2 Kiwifrüchte eine Stunde vor der beabsichtigten Nachtruhe.
Nach 4 Wochen stellten die Forscher signifikante Verbesserungen bei den Studienteilnehmern fest.

Die Theorien dazu, warum die Kiwi  so gut wirkt, sind vielfältig. Möglicherweise spielt der hohe Serotoningehalt dabei ein Rolle. Vielleicht aber auch, der hohe Vitamin C und Antioxidantienanteil.
Serotonin spielt bei einer Fülle von physiologischen und psychologischen Prozessen eine Rolle.

 

Weiterführender Link:
https://www.psychologytoday.com/blog/sleep-newzzz/201311/kiwi-super-food-sleep